· 

DIY Schutter - Sichtschutz und Dekoelement

 

Ein fröhliches Hej - heute mit einem kleinen DIY
auf das einige von Euch schon warten (-:

Immer wieder wurde ich zu meinen selbstgebauten Shuttern, die auf einigen meiner Potbilder zu sehen sind, angeschrieben und nach einer Anleitung gefragt.

Nun habe ich mich dran gesetzt und ein paar Fotos mit unterschiedlichen Ansichten unserer Shutter für Euch zusammengestellt.

Auch eine kleine Skizze mit Anleitung ist natürlich dabei, so dass Ihr Euch einfach ans Werk machen könnt.

 

 

Wir haben unsere Shutter ganz unterschiedlich eingesetzt...

... hier im Bad als Sichtschutz und ästhetisches Raumelement,
in anderen Räumen teils nur als reines Dekoelement für´s Fenster.

 

Unsere Sichtschutz-Shutter bestehen aus jeweils 2 Teilen,

die sich mit entsprechenden Scharnieren in jede gewünschte Position stellen lassen.

 

So lassen sich die Shutter platzsparend öffnen, ohne weit in den Raum zu stehen 

oder für den Sichtschutz komplett schließen.

 

In meinem Atelier (Foto oben) und im Wohnzimmer (Foto unten) haben unsere Shutter reinen Dekocharakter, da wir hier keinen Sichtschutz brauchen.

Sie umspielen das Fenster und bieten mit angebrachten Metallhaken eine zusätzliche Möglichkeit zum Dekorieren.

 

Nachfolgend zeige ich Euch gerne, wie ich sie gebaut habe.

 

Als Basis dazu besorgte ich mir Lamellenmöbeltüren in entsprechender Höhe aus dem Baumarkt.

Da es diese Lamellentüren nur in bestimmten Höhen und Breiten gibt, solltet ihr vorher ausmessen, welche Shutterhöhe ihr für euer Fenster passend möchtet.

Die Breite der einzelnen Shutter bzw. Shutterteile werden dann individuell zurecht gesägt.

Dazu legt ihr vorab fest, ob ihr einteilige oder zweiteilige Shutter bauen wollt,

ob sie als Sichtschutz dienen oder reine Dekoelemente sein sollen.

 

Bei reinen Dekoelementen für eure Fenster legt ihr die Shutterbreite ganz individuell nach Euren Wünschen fest.

 

Bei Sichtschutz-Shuttern misst man vorab die Breite des Fensters aus und teilt dieses Maß durch 2.

Bei einteiligen Shuttern habt ihr dann mit diesem Maß schon die richtige Breite. Bei zweiteiligen Shuttern (wie in unserem Bad) wird die halbe Fensterbreite nochmal durch 2 geteilt. 

 

Mit einer Stichsäge säge ich die Lamellentüren vorsichtig in der entsprechenden Breite längs durch (s. Foto oben). 

Hierbei können sich einzelne Lamellen etwas verschieben oder auch ganz lösen.

Ist dies der Fall, werden sie einfach wieder in die richtige Position geschoben, bzw. wieder festgeleimt.

Auf dem nachfolgenden Foto seht ihr die durchgsägten Lamellentüren.

 

Die Sägekante bzw. -linie (1) ergibt sich aus der gewünschten Shutterbreite minus der Breite der Leiste, die danach gegen die Lamellen geleimt wird (2).

Die Leiste habe ich in der selben Breite gekauft wie die seitliche Leistenbreite der Lamellentür, damit der Shutterrahmen auf beiden Seiten gleich aussieht.

Mit einem Express-Holzleim wird nun diese Leiste gegen die Lamellen geleimt.

Für noch mehr Stabilität könnt ihr diese Leiste zusätzlich mit dem Horizontalrahmen der Lamellentür verschrauben (2).

 

Wenn die Shutter gut durchgetrocknet sind, könnt ihr entscheiden, ob ihr sie im natürlichen Holzton belassen oder ob ihr sie in eurem Wunschton streichen wollt.

Wir haben die Unseren mit weißem Möbelacryllack gestrichen.

 

Nun werden noch die Scharniere angeschraubt, damit ihr Eure Sichtschutzshutter auch bewegen könnt.

Auf dem nachfolgenden Foto seht ihr die Scharniere, die ich verwendet habe, um die Shutter an der Fensterlaibung zu befestigen.

Diese finde ich ganz praktisch, da ihr die Shutter durch den Steckmechanismus ganz einfach auch mal aushängen könnt.

Pro Shutter habe ich jeweils 2 solcher Scharniere verwendet. 

Beim Ausmessen der Scharnierpositionen solltet ihr möglichst exakt arbeiten, damit auch jeweils beide Scharniere ineinander passen.

 

Für die zweiteiligen Shutter braucht ihr noch solche Verbindungsscharniere, wie auf dem nachfolgenden Foto abgebildet.

Damit lassen sich die einzelnen Shutterteile frei bewegen und in die von euch gewünschte Position stellen...

 

... außerdem stehen damit die offenen Shutter nicht weit und starr in den Raum, sondern sie lassen sich ästhetisch und platzsparend in die gewünschte Position einklappen und der Blick nach draußen ist offen.

 

Auf dem folgenden Foto seht ihr unsere DIY-Shutter als reines Dekoelement.

Diese sind teilweise mit Scharnieren mit der Fensterlaibung verbunden, z.T. stellen wir sie aber auch frei ins Fenster.

 

 Und hier noch eine kleine Materialliste... 
Ihr braucht:

 

Lamellenmöbeltüren in entsprechender Höhe

Holzleim (am einfachsten ist Express-Holzleim)

Leisten zum Dagegenleimen (in Stärke und Breite wie die Lamellentürrahmen)

Entsprechende Scharniere (bekommt man im Baumarkt)

Stichsäge

Schleifpapier, um die Sägekante etwas zu schleifen)

Evtl. Schrauber und Schrauben (falls ihr die Leisten noch zusäzlich am Querrahmen fixieren wollt)

Evtl. Farbe/Lack und Pinsel

 

Falls Ihr nun Lust bekommen habt, Euch Eure individuellen Shutter zu bauen,

dann wünsche ich Frohes Werkeln und v.a. etwas Geduld (-:

Es braucht schon seine Zeit, bis jeder Arbeitsschritt gemacht ist,
aber das Ergebnis finden wir einfach wunderschön und sehr praktisch. (-: 

 

Nun winke ich Euch fröhlich zu und wünsche Euch allen eine wunderschöne Adventszeit,

Annette (Ann)

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Korinna (Montag, 02 Dezember 2019 18:13)

    Lieben Dank für diese tolle Anleitung!
    Dann mache ich mich mal auf in den Baumarkt, wenn alles fertig ist, zeige ich Dir gerne das Ergebniss.